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Ein Freudentag für die neuen Berufsleute

Sämtliche zur Abschlussprüfung angetretenen Schreinerinnen und Schreiner haben diese mit Erfolg bestanden. Etliche von ihnen haben sich dabei den Hobel oder die Säge und die Ehrenmeldung erworben.

Hilda Rösch

«Es ist erst am Anfang des Monats und trotzdem erhaltet ihr heute den wohl wertvollsten Zahltag während eurer Ausbildungszeit.» Mit diesen Worten eröffnete Rektor Tony Röösli die Macher-Lehrabschlussfeier der Schreinerinnen und Schreiner am Donnerstag im Berufsbildungszentrum Willisau.  An die Lernenden gewandt sagte er weiter: «Ihr habt einen spannenden und zugleich anspruchsvollen Beruf gewählt und euch angestrengt, um nach der Lehrzeit eine eidgenössisch diplomierte Fachkraft auf eurem Gebiet zu werden. Für euren Einsatz werdet ihr heute mit einem Abschlusszeugnis belohnt, das euren erfolgreichen Lehrabschluss widerspiegelt.»

Ein bedeutungsvolles Handwerk

Auch Beat Bucheli, Präsident der Luzerner Schreiner, richtete sich an die Absolventinnen und Absolventen: «Es ist wunderschön, hier vor so vielen neuen Fachkräften zu stehen. Mit eurem Lehrabschluss gewinnt unsere Branche junge, motivierte und engagierte Fachkräfte, die innovativ sind und zur Weiterentwicklung beitragen.» Er gratulierte den Berufsleuten und wünschte ihnen «viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg». Anschliessend führte er mit drei Absolventen ein Interview über ihre ursprünglichen Berufswünsche und ihre bevorzugten Arbeiten im Betrieb. Da sich auch Regierungsrat Reto Wyss unter den Gästen befand, erkundigte sich Beat Bucheli nach dessen erstem Berufswunsch. Die Antwort lautete: «Lokomotivführer.» Als Festredner sagte Reto Wyss: «Heute ist ein ganz besonderer Tag für euch und wir dürfen stolz sein auf euch und eure Leistung. Ihr habt einen Beruf erlernt, der für präzises Schaffen in Verbindung mit Kreativität und Verantwortungsbewusstsein steht. Er wird in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen.»

«Wir haben es geschafft»

Einen humorvollen Touch brachten drei Schreinerinnen in die ansonsten feierliche Atmosphäre, indem sie über ihre Leiden und Freuden während der Ausbildungszeit berichteten. Sie erzählten, dass sie Schritt für Schritt in ihr Handwerk hineingewachsen seien, zusammen gelacht, sich gemeinsam gefreut und manchmal auch gemeinsam geweint hätten. «Und nun sind wir gemeinsam stolz darauf, dass wir es geschafft haben», stellten sie abschliessend fest.

Ein Meilenstein auf dem Lebensweg

Im Mittelpunkt der Abschlussfeier stand die Übergabe der Fähigkeitszeugnisse an 23 Schreinerpraktiker EBA nach zweijähriger Ausbildung sowie an 76 Schreinerinnen und Schreiner EFZ nach vierjähriger Lehrzeit. Den Auftakt machte Chefexperte Reto Zangger. Er sagte: «Die Prüfungen verliefen reibungslos. Die Lernenden haben eine enorme Kreativität an den Tag gelegt. Jetzt dürfen sie gemeinsam mit ihren Lehrmeistern ihren erfolgreichen Lehrabschluss feiern. Gleichzeitig haben sie mit diesem Abschluss einen Meilenstein auf ihrem zukünftigen Weg erreicht.» Anschliessend rief Fredy von Holzen, Fachbereichsleiter Schreiner, sämtliche Lernenden namentlich auf, über den legendären roten Teppich zu schreiten und ihre Zertifikate und Berufsatteste samt persönlichen Gratulationsworten aus den Händen ihrer Lehrpersonen entgegenzunehmen. Während dieses Ehrengangs wurden sie von ohrenbetäubenden Bravorufen der Gästeschar begleitet.

Sonderauszeichnungen erworben

Für die Sonderauszeichnung «Säge» beziehungsweise «Hobel» wird ein Notendurchschnitt von 5,3 verlangt. Diese Note erreichten elf Schreinerpraktiker sowie 15 Schreiner. Als Sonderpreisgewinner im Fach Allgemeinbildung durften sich die Schreinerpraktikerin Lea-Julia Bucher aus Menznau und der Schreiner EFZ Alain Heller aus Willisau feiern lassen. Ihre Leistungen würdigte Markus Bernet, Fachbereichsleiter Allgemeinbildung. Den Höhepunkt der Feier bildete die Bekanntgabe jener Lernenden, die sich die Ehrenmeldung verdient hatten. Tony Röösli erklärte: «Um die Ehrenmeldung zu erhalten, mussten die Lernenden eine herausragende Leistung erbringen. Sie benötigten nicht nur eine gute Tagesform und etwas Prüfungsglück, sondern mussten über die gesamte Ausbildungszeit hinweg ihre Fähigkeiten zielgerichtet einsetzen.» Die begehrte Urkunde wurde anschliessend unter frenetischem Jubel durch Beat Bucheli und Fredy von Holzen an neun Schreiner EFZ und fünf Schreinerpraktiker EBA mit einem Notendurchschnitt von mindestens 5,4 überreicht.

Eine stehende Ovation

Mit der Übergabe dieser Auszeichnungen und Ehrenmeldungen fand die Feier ihren Abschluss. Tony Röösli dankte allen Eltern, Lehrmeistern und Lehrpersonen für ihre Unterstützung während der gesamten Lehrzeit. Zugleich gab er bekannt, dass Fredy von Holzen nach 20 Jahren als Fachbereichsleiter Schreiner von dieser Funktion zurückgetreten ist, der Gewerbeschule jedoch als Lehrperson erhalten bleibt. Eine offizielle Verabschiedung fand deshalb nicht statt. Trotzdem erhoben sich sämtliche Anwesenden zu einer stehenden Ovation für den beliebten Lehrer, den Tony Röösli als einen «Macher wie aus dem Bilderbuch» bezeichnete. Als neuer Fachbereichsleiter übernimmt Lucien Wenger die Funktion und tritt damit in die grossen Fussstapfen von Fredy von Holzen. Den Abschluss der Macherfeier bildete ein reichhaltiger Apéro. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich mit den erfolgreichen jungen Berufsleuten auszutauschen und gemeinsam mit ihnen über ihre Erfolge zu freuen.


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