Unbestrittener Hochwasserschutz an Ron und Kleiner Emme

Der Luzerner Kantonsrat hat am Montag oppositionslos 35 Millionen Franken für zwei Hochwasserschutzprojekte an der Kleinen Emme und der Ron genehmigt. Die Vorhaben beinhalten auch ökologische Ziele.

Der Luzerner Kantonsrat, der in der Messe Luzern tagt, hat sich für zwei Hochwasserschutzprojekte ausgesprochen. Foto Keystone

Der Hochwasserschutz und die Revitalisierung der Ron in Buchrain, Ebikon, Dierikon und Root kosten 22 Millionen Franken. Netto dürfte das Vorhaben den Kanton nur 7,8 Millionen Franken kosten.

Die Ron fliesst vom Rotsee in die Reuss. 2005 und 2007 verursachten ihr Hochwasser Überflutungen. Das Projekt sieht deswegen auf einer Länge von 4,9 Kilometer eine Gerinneaufweitung vor. Damit kann zwar weitgehend auf den Bau neuer Dämme und Mauern verzichtet werden, und es ist eine naturnahere Ufergestaltung möglich. Allerdings müssen wegen des breiteren Gewässerlaufs Brücken erneuert werden. Deswegen seien auch die Kosten hoch, sagte Armin Hartmann (SVP).

Das Wasserbauprojekt sei nicht nur wegen des Hochwasserschutzes, sondern auch wegen der Ökologie nötig, sagten Andreas Hofer (Grüne) und Isabella Schwegler-Thürig (SP). Das Gewässer erhalte wieder den Raum zurück, der ihm früher weggenommen worden sei.

Mehrmals angesprochen wurden in der Debatte der Widerstand der Landwirtschaft gegen das Wasserbauprojekt, dies weil für die Renaturierung viel Land nötig sei. Andras Özvegyi (GLP) erklärte, dass angesichts des ökologischen Gewinns der Landverlust angemessen sei.

Othmar Amrein (FDP) schlug vor, dass der Kanton künftig vermehrt mit Dienstbarkeiten statt Enteignungen arbeiten solle. So könnten die Landbesitzer eher ins Boot geholt werden.

Bei Baudirektor Fabian Peter stiess Amrein damit auf offene Ohren. Enteignungen würden aber auch in Zukunft manchmal nötig sein, damit der Staat handlungsfähig bleibe, und er die öffentlichen Interessen durchsetzen könne.

Der Kredit für das Hochwasserschutzprojekt an der Kleinen Emme betrifft einen Abschnitt im Luzerner Stadtteil Littau in der Emmenweid, wo der Fluss stark kanalisiert ist. Bei diesem Projekt wird mit Kosten von 13,2 Millionen Franken gerechnet, netto wird der Kanton 7,3 Millionen Franken zu tragen haben. Es handelt sich um ein Teilprojekt des sich auf über 23 Kilometer erstreckenden Hochwasserschutzes an der Kleinen Emme. (sda)

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