Verdiente Kräfte mit Orden geehrt

Die Kirchgemeindeversammlung genehmigte das Budget 2022. Dieses rechnet mit schwarzen Zahlen. Weiter informierte der Baukommissionspräsident über den Stand des Projektes Aussenrenovation der Pfarrkirche. Besonderes Engagement wurde mit Orden verdankt.

Astrid Schwarzentruber, Präsidentin der Kirchgemeinde Grosswangen, mit drei der Ordensträger (von links) Anton Putschert, Anton Müller und Moritz Kopp. Foto Willi Rölli

Sie war klein, die Schar der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Kirchgemeinde Grosswangen, die am Mittwochabend den Weg in die Meilihalle fanden. Präsidentin Astrid Schwarzentruber eröffnete die Versammlung mit sympathischen Begrüssungsworten. Sie übergab gleich zu Beginn der Versammlung das Wort an Kurt Zemp. «Wir blicken auf ein spezielles, spannendes Jahr zurück, das vieles verändert hat, in dem wir aber auch Schönes erleben durften», hielt danach Pastoralraumleiter Kurt Zemp fest. «Aus den vorgegebenen Schutzmassnahmen versuchten wir das Beste zu machen. Aber es war nicht immer einfach.» Der Advent stehe dieses Jahr im Pastoralraum im Rottal unter dem Motto «Treffpunkt Stall». In zwölf Ställen wird an Abenden zur Besinnung mit Text, Stille und Musik sowie anschliessendem Umtrunk eingeladen. Kurt Zemp verwies auch auf das Konzert des Projektchores, das am 8. Dezember, 17 Uhr, in der Pfarrkirche Ettiswil stattfindet. 


Finanziell gut unterwegs 

Kirchmeier Markus Kunz präsentierte das Budget 2022, das bei einem Gesamtaufwand von 1,043 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 5500 Franken rechnet. Aus dem Finanzplan 2021 bis 2026 geht hervor, dass 2023 mit einem grösseren Aufwandüberschuss zu rechnen ist. Ab 2024 sind wieder positive Abschlüsse in Sicht. 

Für kommendes Jahr sind Investitionen von 63 000 Franken budgetiert. Der grösste Betrag betrifft die geplante neue Beschallungsanlage. Sie soll die Akustik verbessern.


Kosten für die Aussenrenovation der Pfarrkirche im Griff 

Für die Aussenrenovation der Pfarrkirche wurde im November 2019 ein Kredit in der Höhe von 2,355 Millionen Franken bewilligt. Grösstenteils sind die Arbeiten abgeschlossen und verrechnet. Mit den bisher nicht benötigten 311 000 Franken sollen die noch anfallenden Rechnungen beglichen werden. Das Projekt sollte im Rahmen des Kredites abgerechnet werden können.

Anton Müller, der Baukommissionspräsident des Projekts Aussenrenovation Pfarrkirche, orientierte über den aktuellen Stand der Arbeiten. Er verwies auf das Problem mit den im Fassadenputz aufgetretenen Flecken. Wie Anton Müller sagte, fand im Mai 2021 anlässlich einer Baukommissionssitzung eine Besichtigung der Schäden im Beisein des betreffenden Unternehmers, Baukommissionsmitgliedern, Vertreter Denkmalpflege, Restaurator, Planern und Architekt statt. Die Schäden beim Hauptportal und im Sockelbereich sind durch den Restaurator zu beheben. Garantieleistungen weiterer Arbeitsgattungen werden durch die Bauleitung geprüft. 

Die Orgelrevision sei abgeschlossen. Mit einem Konzert wird die Orgel am kommenden 12. Dezember wieder offiziell eingesetzt. Die Haupttreppe zur Kirche und zum Friedhof musste abgebrochen und von Grund auf neu aufgebaut werden. An den Kosten für diese Arbeiten trägt die Einwohnergemeinde 50 Prozent.


Hagelsturm verursachte grosse Schäden 

Der schwere Hagelsturm vom 28. Juni 2021 setzte der neu renovierten Kirche an Fassade und Dach arg zu. Die angerichteten Schäden wurden durch fachkundige Unternehmer und der Bauführung inspiziert und umgehend der Gebäudeversicherung Luzern gemeldet. In Absprache mit Schadenexperten erfolgten Sofortmassnahmen bei der Bedachung. Um die Schäden an der Fassade, Fenstern und Fallrohre für Meteorwasser zu beheben, sei ein Fassadengerüst notwendig, orientierte Anton Müller. Die anstehenden Arbeiten könnten voraussichtlich erst ab Juni 2022 in Angriff genommen werden. Präsidentin Astrid Schwarzentruber dankte Anton Müller für die Informationen und der Baukommission sowie allen am Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauzeit. Die Aussenrenovation sei kein Sonntagsspaziergang gewesen, hielt  die Präsidentin fest. Doch mit konstruktiver Zusammenarbeit habe man das Ziel erreicht.


Archiv auf Vordermann gebracht

Astrid Schwarzentruber verdankte weiter die aufwendige Arbeit, die Moritz Kopp und Anton Putschert für die Kirchgemeinde geleistet haben. Die beiden haben das Archiv der Kirchgemeinde überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht. Zum Dank für das sehr zeitraubende Engagement wurden die beiden mit einem Orden ausgezeichnet. Denselben Orden überreichte Astrid Schwarzentruber an Pastoralraumleiter Kurt Zemp sowie an den Baukommissionspräsidenten Anton Müller, die ebenfalls grossartige Arbeit für die Kirchgemeinde leisten würden. Mit den besten Wünschen für die kommenden Festtage konnte die Präsidentin die Versammlung nach rund einer Stunde  schliessen.

Willi Rölli

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