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«Ein Szenario aus einem Katastrophenfilm»

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Heute vor 25 Jahren flogen zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York. Mark Heinrich, Historiker und Lehrer an der Kantonsschule Willisau, ordnet die Terroranschläge ein und erzählt, warum er auf seine US-Staatsbürgerschaft verzichtet.

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1 Kommentar(e)

  • [email protected] 12.09.2026,14:25
    Auffällig ist, was in diesem Interview praktisch vollständig fehlt: die Opfer. Kein Wort über die fast 3000 Menschen, die am 11. September 2001 ermordet wurden, über mehr als 6000 Verletzte und über Tausende Einsatzkräfte, Anwohner und Helfer, die später an den gesundheitlichen Folgen von Staub, Rauch und Giftstoffen erkrankten und starben. Stattdessen nimmt die Einordnung der amerikanischen Reaktion breiten Raum ein.

    Über Vorgeschichte, Afghanistan, Irak oder amerikanische Fehler kann man sprechen. Doch eines darf dabei nicht relativiert werden: Getötet haben an diesem Tag islamistische Terroristen. Sie entführten zivile Passagierflugzeuge und setzten sie gezielt als Waffen gegen Tausende Menschen ein.

    Ebenso gehört zur Geschichte des 11. September, dass sich zentrale Mitglieder der sogenannten Hamburger Zelle, darunter Mohammed Atta, Marwan al-Shehhi und Ziad Jarrah, mitten in Deutschland radikalisierten und vernetzten. Der Weg zu 9/11 führte damit nicht nur über Afghanistan oder Saudi-Arabien, sondern auch über Hamburg.

    Da der 25. Jahrestag offenbar bereits im Geschichtsunterricht behandelt wurde, bleibt zu hoffen, dass dort nicht nur über «Vorgeschichte» und amerikanische Reaktionen gesprochen wurde, sondern ebenso klar über die islamistische Ideologie der Täter, ihre Radikalisierung in Europa und vor allem über die fast 3000 Menschen, die sie ermordeten.

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