«Ein Szenario aus einem Katastrophenfilm»
Heute vor 25 Jahren flogen zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York. Mark Heinrich, Historiker und Lehrer an der Kantonsschule Willisau, ordnet die Terroranschläge ein und erzählt, warum er auf seine US-Staatsbürgerschaft verzichtet.
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Über Vorgeschichte, Afghanistan, Irak oder amerikanische Fehler kann man sprechen. Doch eines darf dabei nicht relativiert werden: Getötet haben an diesem Tag islamistische Terroristen. Sie entführten zivile Passagierflugzeuge und setzten sie gezielt als Waffen gegen Tausende Menschen ein.
Ebenso gehört zur Geschichte des 11. September, dass sich zentrale Mitglieder der sogenannten Hamburger Zelle, darunter Mohammed Atta, Marwan al-Shehhi und Ziad Jarrah, mitten in Deutschland radikalisierten und vernetzten. Der Weg zu 9/11 führte damit nicht nur über Afghanistan oder Saudi-Arabien, sondern auch über Hamburg.
Da der 25. Jahrestag offenbar bereits im Geschichtsunterricht behandelt wurde, bleibt zu hoffen, dass dort nicht nur über «Vorgeschichte» und amerikanische Reaktionen gesprochen wurde, sondern ebenso klar über die islamistische Ideologie der Täter, ihre Radikalisierung in Europa und vor allem über die fast 3000 Menschen, die sie ermordeten.