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Wenn «Solidarität» keine Worthülse ist

Brass Band, Biffig AG und Besuch aus den USA waren an der Bundesfeier in Schötz vertreten.

Die Festgemeinde, auf der Bühne die Brass Band Schötz. Fotos Cornelia Schmid
 

Die Brass Band Schötz eröffnete die Feierlichkeiten zum 1. August im Saal des Restaurants St. Mauritz. Werner Eggenberger, Gemeinderat, sprach über das «Bünzlitum», und fand, er sei eigentlich ganz gern ein «Bünzli». Anschliessend trat Pfarrer Andreas Barna ans Rednerpult. Seine Worte galten dem Leben und der Lebensermöglichung im Alters- und Pflegezentrum Biffig. Das «wertvolle Schaffen aller Mitarbeiter», um den Menschen im Heim ein schönes Leben zu ermöglichen, sowie die Hilfe der Biffig AG dabei, ein Leben in den eigenen vier Wänden möglichst lange aufrechtzuerhalten, lobte er. «Es ist die Aufgabe von uns allen, Rücksicht zu nehmen und allen ein Leben in der Familie und der Welt zu ermöglichen.»

 

«Von innen nach aussen leuchten»

Einleitend blickte Elsbeth Wandeler, Verwaltungsratspräsidentin Biffig AG, viele Jahre zurück. Seinerzeit hätte sie sich in einen Mitstudenten verliebt, einen Schötzer. Der Ort sei ihr als Zürcherin völlig unbekannt gewesen. Heute jedoch sei Wandeler eng mit der Gemeinde Schötz verbunden. Mit den Worten des Schriftstellers Markus Keimel: «Solidarität ist der treibende Motor einer intakten und humanen Gesellschaft» untermauerte sie ihre Erfahrungen in und mit der Gemeinde Schötz. Hier sei das Wort «Solidarität» keine Worthülse. Auf dem Biffig hätte man dies vor allem in den letzten zwei Jahren stark gespürt. Eine gelebte Generationensolidarität sei sehr wertvoll. Es sei ihr grösster Wunsch, dass ein spontaner Austausch zwischen den Generationen stattfinde. Das Projekt der Biffig AG sei «wegweisend» für andere Gemeinden. Von innen müsse man leuchten. Menschen, die auf Biffig leben, die dort arbeiten, die auf Biffig ein- und ausgehen, sie alle müssten leuchten. Wertschätzung, Respekt, Zufriedenheit und Lebensfreude: das solle die DNA vom Biffig sein. Dazu trage die ganze Gemeinde bei und sie wünsche sich daher, dass die nächste Bundesfeier auf dem Biffig stattfinden möge.

 

Besuch aus Boulder USA

Die Familie Elias und Trish Bachmann ist zu Besuch bei Onkel Hans Bachmann. 1978 wanderte Elias’ Mutter in die USA aus. Der damals 4-Jährige lebt heute mit seiner Familie in Boulder, Colorado. Als Kind sei er oft nach Schötz in die Ferien zurückgekehrt, habe ein Austauschjahr an der Kanti Reussbühl absolviert und in Zürich gearbeitet. Mit den Kindern spricht Elias «Schwyzerdütsch», sie antworten auf Englisch. Bald geht es für die Familie zurück in die USA, die Verbindung nach Schötz hingegen lebt weiter.

Cornelia Schmid

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