Warum Pflegeheime rote Zahlen schreiben
Während einige Alters- und Pflegeheime regelmässig Überschüsse erzielen, kämpfen andere mit wiederkehrenden Defiziten. Das zeigen die Jahresergebnisse der 14 Einrichtungen in der WB-Region. Die Gründe.
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Wir stehen vor einem strukturellen Problem im Bereich der Langzeitpflege. Die steigende Zahl älterer Menschen geht einher mit einem zunehmenden Bedarf an Heimplätzen, während das Angebot an standortgebundenen Heimen in Zukunft nicht mehr alle Bedürfnisse decken kann. Eine blosse Ausweitung der Heimlandschaft ist aber wenig zielführend. Der massgebliche Engpass liegt weniger im verfügbaren Wohnraum als vielmehr im Personalbestand. Es fehlt an ausreichend qualifiziertem Pflegefachpersonal, um die vorhandenen Einrichtungen professionell und qualitativ hochwertig im jetzigen Standard zu betreiben. Es droht eine Rückkehr in die 70’er Jahre zu satt, sauber, trocken.
Ansatz zur Lösung: Statt überproportionaler Regulierungen und ressourcenintensiver Vorgaben sollten wir pragmatische und wirksame Lösungswege einschlagen, z. B. Vereinfachungen sinnvoller Vorschriften, den verstärkten Einsatz von KI zur Entlastung von Pflege- und Verwaltungstätigkeiten, sowie gezielte Unterstützungsmassnahmen, die Fachkräfte gewinnen, halten und effizient einsetzen.