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Susanne Fellmann wird in den Rat einziehen

Ohne Gegenkandidatur ist Susanne Fellmann (Die Mitte) in den Gemeinderat von Dagmersellen gewählt worden. Die Uffikerin übernimmt den Sitz von Peter Kunz und will im Ressort Finanzen Akzente setzen – zwischen Sparzwang und Attraktivität der Gemeinde

Chantal Bossard

Die Ersatzwahl für den freiwerdenden Sitz im Dagmerseller Gemeinderat ist wie erwartet still erfolgt. Innerhalb der Eingabefrist ging einzig ein Wahlvorschlag ein: jener für Susanne Fellmann (Die Mitte). Damit ist die 1979 geborene Uffikerin offiziell gewählt und wird auf Anfang des kommenden Jahres die Nachfolge von Gemeinderat Peter Kunz antreten, der nach acht Jahren im Amt zurücktritt. Die Mitte kann damit ihren Sitz im fünfköpfigen Gremium – bestehend aus drei Mitte- und zwei FDP-Mitgliedern – verteidigen.

Politik als Neuland

Den Moment der Stillen Wahl beschreibt Fellmann mit gemischten Gefühlen. «Schön», sagt sie, fügt aber auch an, dass ein Gegenkandidat aus ihrer Sicht durchaus denkbar gewesen wäre. Dass es dazu nicht kam, wertet sie als Vertrauensbeweis der Bevölkerung: «Man kennt mich politisch noch nicht so. Dass man mir trotzdem dieses Amt zutraut, freut mich sehr.» In die Politik sei sie «eher so reingerutscht», sagt sie – um gleich nachzuschieben: «Aber es scheint zu passen.» Die Anfrage für eine Kandidatur kam aus der Partei. Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, betont Fellmann. «Wenn ich A sage, sage ich auch B. Heisst: Wenn ich zusage, gebe ich 100 Prozent.» Ausschlaggebend sei letztlich die Möglichkeit gewesen, sich für die Gemeinde einzusetzen und gleichzeitig persönlich neue Wege zu gehen. Sie nehme die Arbeit des Gemeinderats als «sehr positiv» wahr und sehe im Amt eine Chance, «für das Dorf etwas zu bewirken».

Finanzressort im Fokus

Im Gemeinderat wird Susanne Fellmann das Ressort Finanzen übernehmen. Ein Bereich, der in den kommenden Jahren besonders gefordert sein dürfte. «Es zeichnet sich in unserer Gemeinde eine Steuererhöhung ab», sagt sie. Gleichzeitig sei es ihr ein Anliegen, dass Dagmersellen als Wohn- und Arbeitsort attraktiv bleibe. «Das wird ein Balanceakt, den ich gerne annehme.» Ihre berufliche Erfahrung bringt dafür eine solide Grundlage mit: Fellmann arbeitet seit 2007 bei der Luzerner Kantonalbank, hat eine kaufmännische Lehre absolviert und die Höhere Fachschule für Wirtschaft abgeschlossen. Sie selbst spricht von einem «Händchen für Zahlen», das sie nun in die Gemeindepolitik einbringen möchte.

Zusammenarbeit im Zentrum

Wichtig ist Fellmann die Zusammenarbeit im Gremium – auch über Parteigrenzen hinweg. Sie nehme den Gemeinderat als «super Team» wahr, das gut funktioniere. «Zusammenarbeit steht an erster Stelle. Wir ziehen alle am gleichen Strick – es geht um die gleiche Gemeinde und wir wollen das Beste dafür.» Diese Haltung möchte sie weitertragen. Zum Start richtet Fellmann vor allem Dank an die Bevölkerung. «Für das Vertrauen – hoffentlich auch künftig und ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung», sagt sie. Gleichzeitig formuliert sie ihren Anspruch klar: Sie wolle «ihr Bestes geben» und für alle Anliegen offen sein. Dabei betont sie ausdrücklich die Bedeutung aller Dorfteile: Dagmersellen, Uffikon und Buchs. «Ich möchte zuhören und die verschiedenen Perspektiven miteinbeziehen»


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