Géraldine Ruckstuhl gewinnt Silber
Nach dem ersten Tag und vier Disziplinen hatte Géraldine Ruckstuhl noch in Führung gelegen. Bereits in der ersten Disziplin am Freitag, beim Weitsprung, drehte Alina Shukh das Blatt aber auf ihre Seite. Mit 6,33 Meter sprang die Ukrainerin 36 Zentimeter weiter als die Schweizerin.
Auch in ihrer Paradedisziplin, dem Speerwerfen, vermochte Ruckstuhl nicht an ihrer stärksten Rivalin vorbeizuziehen. Im Gegenteil: Ruckstuhl blieb mit 54,32 Meter knapp vier Meter hinter ihrer persönlichen Bestleistung und Shukh (54,51 Meter) vermochte ihre Führung gar noch ganz leicht auszubauen.
Im abschliessenden 800-Meter-Lauf wuchs die Altbürerin dann zwar über sich hinaus und pulverisierte ihre bisherige persönliche Bestzeit um mehr als vier Sekunden (!) auf 2:12.56 Minuten. Damit distanzierte Ruckstuhl ihre härteste Konkurrentin um 98 Hundertstel. Um den Rückstand von 37 Punkten aufzuholen reichte es allerdings nicht: Mit 6381 gegenüber 6357 Punkten verteidigte Shukh ihre Führung hauchdünn und wurde neue U20-Europameisterin. Die Bronzemedaille ging an die Österreicherin Sarah Lagger mit 6083 Punkten.
Trotz verpasster Goldmedaille darf Géraldine Ruckstuhl stolz auf ihre Leistung sein: Dank der sensationellen Zeit im abschliessenden 800-Meter-Lauf und insgesamt drei persönlichen Bestleitungen (Hochsprung; 200 Meter; 800 Meter) verbesserte sie nicht nur ihre persönliche Bestleistung im Siebenkampf sondern auch den Schweizer Rekord von Caroline Agnou um 27 Punkte.
Mehr dazu im WB vom Dienstag.
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