Ersatz für Notunterkunft Eichhof

Foto WB-Archiv

Die Asyl-Notunterkunft Eichhof in der Stadt Luzern wird nach 15-monatigem Betrieb geschlossen. Es stehen dringend notwendige Sanierungsarbeiten an. Als Ersatzlösung wird in der Zivilschutzanlage Utenberg Luzern eine neue temporäre Notunterkunft eingerichtet. Ab Juli 2016 werden dort für maximal zwei Jahre 100 Asylsuchende untergebracht.

Infolge dringend notwendiger Sanierungsarbeiten an Lüftungs- und Elektroanlagen muss die temporäre Asyl-Notunterkunft in der Zivilschutzanlage Eichhof in Luzern nach 15-monatigem Betrieb geschlossen werden, wie die kantonale Dienststelle Soziales und Gesellschaft mitteilt. Aufgrund der weiterhin sehr angespannten Unterbringungssituation sei ein Ersatz notwendig.

Die Stadt Luzern hat für eine Anschlusslösung Hand geboten. Ab Juli 2016 wird die Zivilschutzanlage Utenberg als temporäre Notunterkunft (TUK) betrieben. Für maximal zwei Jahre werden dort 100 Asylsuchende untergebracht. Es handelt sich dabei ausschliesslich um Männer, vorwiegend aus Afghanistan, Syrien und Eritrea. Die direkte Anwohnerschaft wurde am Dienstag an einer Informationsveranstaltung über die Eröffnung der TUK Utenberg informiert.

24-Stunden-Betrieb und Begleitgruppe
Die TUK Utenberg wird in einem 24-Stunden-Betrieb geführt. Die Betreuung wird durch die kantonale Asylorganisation sichergestellt. Die Asylsuchenden sind jedoch für ihre eigene Versorgung wie Einkaufen, Kochen, Wäschepflege und Reinigung selber besorgt. Während der Nacht von 22 bis 7 Uhr ist die Unterkunft geschlossen. Für die Sicherheit rund um die Notunterkunft wird ein privater Sicherheitsdienstleister eingesetzt.

Laut Mitteilung wird eine Gruppe aus Vertretern des Kantons Luzern, der Luzerner Polizei, der Stadt Luzern und der direkten Nachbarschaft den Betrieb eng begleiten. Sie treffe sich regelmässig und könne bei allfälligen Problemen rasch Massnahmen für den weiteren Betrieb definieren.

Um den Asylsuchenden Tagesstrukturen zu bieten, sind gemeinnützige Arbeitseinsätze wie Umgebungspflege, Instandstellung von Wanderwegen sowie Wald-, Bach- und Seeufersäuberungen zugunsten der Stadt Luzern sowie umliegender Gemeinden geplant.

Keine Reserveplätze vorhanden
Der Kanton erwartet, dass die Asylmigration nach Europa mit Einsetzen der warmen Jahreszeit wieder stark ansteigen wird. Nach Schliessung der Balkanroute sei damit zu rechnen, dass die Fluchtroute über das zentrale Mittelmeer nach Italien vermehrt an Bedeutung gewinne. Deshalb müsse auch die Schweiz mit einem baldigen Anstieg der Asylsuchenden rechnen. Aufgrund des geltenden Verteilschlüssels von Bund und Kantonen, werden dem Kanton Luzern 5,4 Prozent aller ankommenden Asylsuchenden zur Unterbringung und Betreuung zugewiesen.

Obwohl in den vergangenen Wochen die Asylgesuche in der Schweiz auf einem eher tiefen Niveau lagen und die Luzerner Gemeinden im Rahmen der Gemeindeverteilung grosse Anstrengungen unternahmen, um zusätzliche Unterkunftsplätze bereitzustellen, konnten in den bestehenden Asylzentren und Notunterkünften kaum Reserveplätze geschaffen werden.

Die Verantwortlichen seien sich bewusst, dass die unterirdische Beherbergung von Asylsuchenden nicht optimal seien, schreiben sie in der Mitteilung. Aufgrund der anhaltend schwierigen Unterbringungssituation könne aber auch in den nächsten Monaten nicht auf den Betrieb von temporären Notunterkünften in Zivilschutzanlangen verzichtet werden.

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