News zum Asylzentrum Fischbach

Im Nachgang einer Infoveranstaltung in Schötz erkundigte sich der WB bei Silvia Bolliger, Abteilungsleiterin Asyl- und Flüchtlingswesen ad interim, wie der Kanton auf die unter Erwartung liegende Flüchtlingszahl reagiert und welche Auswirkungen diese für das geplante Asylzentrum Mettmenegg in Fischbach hat.

Hat das derzeitige «Überangebot» an Notunterkunftsplätzen Auswirkungen auf den kommunalen Verteilschlüssel oder
die Entschädigungszahlungen der Gemeinden für das Nichterreichen der Soll-Zahlen?

Silvia Bolliger, Abteilungsleiterin Asyl- und Flüchtlingswesen ad interim: Nein. Die temporären Notunterkünfte in den Zivilschutzanlagen wurden eingerichtet, weil zu wenig Wohnplätze in den Gemeinden vorhanden waren. Obwohl jetzt Nebikon vorzeitig und Meggen planmässig schliessen sowie Schötz vorerst nicht eröffnet wird, sind immer noch fünf Zivilschutzanlagen mit total 460 Unterkunftsplätzen als temporäre Asylzentren in Betrieb. Damit bleibt der Bedarf nach Wohnplätzen weiterhin bestehen. Zur Gemeindeverteilung gilt es anzumerken, dass diese auf der Basis der Prognose von 40 000 Gesuchen ausgelöst wurde. Jedoch wurden im Januar nur 75 Prozent der Plätze eingefordert. 75 Prozent von 40 000 sind 30 000. Damit entspricht die umgesetzte Gemeindeverteilung genau der Mittejahresprognose des Staatssekretariats für Migration (SEM), welche von 30 000 Gesuchen ausgeht. In der Gemeindeverteilung ist damit keine Korrektur angebracht.

Welche Auswirkungen hat die gegenwärtige Lage auf die Asylzentrumspläne in Fischbach. Werden die Umbauarbeiten nun nicht in Angriff genommen?

Damit das Asylzentrum auf der Mettmenegg, Fischbach, in Betrieb genommen werden kann, müssen die bewilligten Umbauarbeiten ausgeführt werden. Diese Umbauarbeiten werden jetzt in Angriff genommen. Die Asylunterkunft kann voraussichtlich Anfang 2017 in Betrieb genommen werden.

Was für Menschen sollen in Fischbach untergebracht werden?

Über die Zusammensetzung der zukünftigen Bewohner der Asylunterkunft Fischbach kann heute noch nichts gesagt werden. Das hängt davon ab, welche Asylsuchenden zu uns kommen. Aufgrund der Lage werden wir nach Möglichkeit Familien unterbringen.

 

Ein ausführlicher Bericht zur neusten Entwicklung im Asylwesen und zur aufgeschobenen Eröffnung der Notunterkunft in Schötz ist in der WB-Dienstagausgabe zu lesen.

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