Ein Schüler positiv auf Corona getestet

Ein Oberstufenschüler wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Der Betroffene wurde isoliert, der Schulbetrieb läuft planmässig weiter.

Ein Schüler der 1. Oberstufe ist an Covid-19 erkrankt und wurde isoliert. Foto WB-Archiv

Was befürchtet worden war, ist eingetroffen: Nur eine Woche nach der Lockerung des Lockdowns sind an mehreren Schulen in der Schweiz Coronafälle aufgetreten. Betroffen ist auch die Schule Reiden. «Ich wurde am Freitagabend von der zuständigen Klassenlehrperson informiert und habe umgehend die nötigen Schritte eingeleitet», sagte Sekundar-Schulleiter Timo Helfenstein an einer gestern Montagnachmittag einberufenen Medienkonferenz, an der nebst der Schulleitung auch der Gemeindeführungsstab unter der Führung von Gemeinderat Bruno Aecherli anwesend war. Er habe die Weisung befolgt, sich an die Dienststelle Gesundheit gewendet und Kontakt mit dem Kantonsarzt Roger Harstall aufgenommen, sagte Helfenstein. Der betroffene Schüler wurde isoliert und die Eltern der Schüler der 1. Oberstufe am Samstagnachmittag über den Coronafall informiert. Der Schulbetrieb läuft derweil normal weiter unter Berücksichtigung der nach wie vor geltenden, aber nicht verschärften Massnahmen.

Wirbel wegen eines Online-Artikels

Eine Isolation der gesamten Schulklasse ist gemäss Kantonsarzt Roger Harstall nicht zur Diskussion gestanden. Er verweist dabei auf die Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit. Diese sehen eine Umsetzung der Quarantänemassnahmen für die ganze Klasse erst «bei gehäuften Fällen in einem schulischen Setting» vor – was in Reiden nicht der Fall ist. «Aus unserer Sicht hat die Schule Reiden richtig reagiert», sagte Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, auf Nachfrage und fügte an: «Alle direkt betroffenen Klassen sind sehr rasch und korrekt informiert worden.» Trotzdem: Gerade die Informationspolitik sorgte in Reiden am Wochenende nach einem Bericht auf dem Onlineportal von «20 Minuten» für Wirbel. Eine besorgte Mutter meldete sich im Artikel zu Wort. Sie prangerte die mangelhafte Kommunikation seitens der Schule an. Timo Helfenstein: «Das ist natürlich die Gretchenfrage: Wer soll alles informiert werden? Wir wollten keine unnötige Angst schüren oder gar Panik heraufbeschwören.» Deshalb hätten sie sich dafür entschieden, lediglich die Eltern der betroffenen Stufe ins Bild zu setzen. «Die verschiedenen Stufen beginnen mit dem Unterricht zu unterschiedlichen Zeiten. Die Pausen erfolgen gestaffelt und in zugewiesenen Zonen. Deshalb konnten die Schüler der anderen Stufen gar nicht in Kontakt mit besagtem Schüler kommen», beschrieb Helfenstein den gewählten Weg.

Dispensation ist möglich

Wann der betroffene Schüler wieder ins Schulzimmer zurückkehren kann, konnte Timo Helfenstein aus Datenschutzgründen nicht sagen. «Die Ärzte werden grünes Licht geben, sobald er keine Ansteckungsgefahr für andere mehr darstellt.» Besorgte Eltern können ihre Kinder bis Ende Woche vom Unterricht dispensieren lassen, da in den ersten beiden Wochen nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebs Repetitionen und keine Tests anstehen.  «Dies hat nichts mit dem aktuellen Fall zu tun, sondern wurde bereits bei Wiederaufnahme des Schulbetriebes so kommuniziert», sagte die Reider Rektorin Sabine Beyer an der Medienkonferenz. Ab kommendem Montag sei der Besuch des Schulbetriebs aber wieder obligatorisch.

Pascal Vogel

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