Mathias Frank suchte die Offensive

Mathieu van der Poel hat die 3. Etappe der Tour de Suisse mit Ankunft in Pfaffnau für sich entschieden. Der Holländer siegte wie schon am Montag in Lachen. Lokalmatador Mathias Frank war lange Teil einer vierköpfigen Spitzengruppe, wurde gut 20 Kilometer vor dem Ziel aber eingeholt.

Leider aus Sicht der Radsportfans aus der Region fuhr Lokalmatador Mathias Frank "nur" bei der ersten Zielpassage in Pfaffnau als Erster über die Ziellinie. Ganz zum Schluss war der Holländer Mathieu van der Poel der Stärkste. Foto Patrik Birrer

Die Fahrer der Tour de Suisse boten auf der 3. Etappe von Lachen nach Pfaffnau attraktiven Rennsport. Und der gebürtige Roggliswiler Mathias Frank trug wesentlich dazu bei. Wie von den Radsportfans aus der Region erhofft, suchte der 34-Jährige beim Teilstück, das in seiner Heimat endete, die Offensive. Zusammen mit seinem Landsmann Claudio Imhof, dem Amerikaner Ben King und dem Franzosen Remy Rochas bildete Frank die Fluchtgruppe des Tages. Und bei der ersten Zielpassage in Pfaffnau fuhr er tatsächlich als erster über die Ziellinie.

 

Gut 20 Kilometer vor dem Ziel eingeholt
Noch war aber die knapp 50 Kilometer lange Schlussrunde durch die WB-Region zu absolvieren. Und die Entwicklung des einstmals grossen Vorsprungs von über 7 Minuten, machte wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Beendigung des Fluchtunternehmens. Als die grossen Favoriten im immer kleiner werdenden Hauptfeld im Anstieg zum Bodenberg attackierten, war es um die Fluchtgruppe mit Frank geschehen. 

Nach 182 Kilometern setzte sich der Holländer Mathieu van der Poel im Sprint einer 45-köpfigen Spitzengruppe durch und feierte nach seinem Etappensieg am Montag bereits den zweiten Vollerfolg bei der diesjährigen Tour de Suisse. Der 26-Jährige sicherte sich mit dem neuerlichen Tagessieg und den damit verbundenen Zeitgutschriften auch das Gelbe Leadertrikot. Der bisherige Leader Stefan Küng musste sein Trikot somit nach zwei Tagen abgeben.

 

Thalmann in der ersten Gruppe
Während Mathias Frank nach seiner Einholung auf den restlichen Kilometern durch seine engste Heimat nicht mehr ganz mit den Besten mithalten konnte und schliesslich mit 1.50 Minuten Rückstand auf Rang 126 ins Ziel fuhr, zeigte auch der zweite Fahrer des VC Pfaffnau-Roggliswil eine starke Leistung: Nachdem Roland Thalmann auf der 2. Etappe am Montag drei Minuten auf die Schnellsten verloren, kam er am Dienstag mit der ersten Gruppe und auf Rang 33 ins Ziel. 

Fortgesetzt wird die Tour de Suisse am Mittwoch mit der 4. Etappe von St. Urban nach Gstaad. Der Start erfolgt um 13.10 Uhr vor der wunderbaren Klosteranlage. Anschliessend führt die Strecke via Altbüron, Fischbach, Zell und Gettnau nach Willisau und dann weiter durch das Entlebuch bis ins Berner Oberland.

Patrik Birrer

 

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Web page addresses and email addresses turn into links automatically.