Eine neue Kommission aufgestellt

Die Frühlingsversammlung der SoBZ/KESB Region Willisau-Wiggertal stand ganz im Zeichen der Neuerungen. Neben den Jahresrechnungen von 2023 wurde eine Controllingkommission gewählt und über einen neuen Standort in Dagmersellen informiert.

Hans Burgherr, Wikon, stellte sich als Präsident der internen Controlling­kommission zur Verfügung und wurde mit Applaus gewählt. Foto Felix Bühler
 

von Felix Bühler

Am vergangenen Dienstag fanden sich neben Mitarbeitenden, Geschäftsführung und Verbandsleitung auch 19 Delegierte der Gemeinden im Gasthof Krone in Luthern ein. Der Anlass: die Delegiertenversammlung des SoBZ (Sozialberatungszentrum) und der KESB (Kinder- und Erwachsenenbetreuung) Willisau-Wiggertal. Pünktlich um 17 Uhr startete Verbandsleitungspräsidentin Karin Meier die Versammlung und stellte die Traktanden vor.
 

Die neue Kommission

Mit der Statutenänderung per 1. Januar wurde der Verband beauftragt, eine interne Controllingkommission zu schaffen. Eine Aufgabe, die sich laut Meier als schwierig herausstellte. «Mit den Gesamterneuerungswahlen der Gemeinderäte waren viele Gemeinden bereits damit gefordert, ihre eigenen Lücken zu füllen.» Umso schöner sei es, nun zwei Kandidatinnen und einen Kandidaten für die Wahl vorschlagen zu können. Mit Hans Burgherr aus Wikon stellte sich ein Mann mit Erfahrung als Präsident der Kommission zur Verfügung. Vor seiner Wahl als Gemeinderatsmitglied im vergangenen Jahr war er bereits schon Mitglied der Wikoner Controllingkommission. Nachdem er sich persönlich vorstellte und sein Interesse am Amt bekundete, wählten ihn die Delegierten einstimmig zum ersten Präsidenten der neuen Kommission. Als weitere Mitglieder schlug die Verbandsleitung die Nebikerin Luzia Kneubühler-Bättig und die Reiderin Marianne Schärli-Purtschert vor. Beide Gemeinderätinnen konnten nicht vor Ort sein, wurden von den Delegierten nichtsdestotrotz ohne Gegenstimmen gewählt.

Die Delegierten konnten bei den diversen Jahresrechnungen insgesamt zehnmal die Stimmkarte heben. 

Die guten Zahlen

Mit Mehreinnahmen von 660 919 Franken wurden die Akontozahlungen der Gemeinden nicht vollkommen ausgeschöpft und deshalb könne dieser Betrag an die Gemeinden zurückbezahlt werden. So lautete die gute Nachricht, die Karin Meier den Delegierten überbringen durfte. Grund für die tiefer als erwarteten Kosten sei vor allem der kleinere Aufwand gewesen. So wurde beispielsweise bei der Wirtschaftlichen Sozialhilfe oder bei der Schulsozialarbeit das Budget für 2023 nicht ausgeschöpft. Dazu kommen auch die höheren Kapital- und Zinserträge von den Banken, welche laut Meier im Budget nicht vorhergesehen wurde. Mit insgesamt zehn Mal Aufheben der Stimmkarten wurden die Rechnungen aus den verschiedenen Aufgabenbereichen und der Bericht der externen Revisionsstelle alle einstimmig angenommen.
 

Die Trends besprochen

Nachdem die Delegierten über den aktuellen Stand der Liegenschaftsplanung (siehe Kasten) unterrichtet wurden, ergriff die Geschäftsführerin Antje Stagneth das Wort. Sie berichtete von den Bestrebungen, den Zugang zur Suchtberatung kantonal zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Zudem informierte sie über das Pilotprojekt WSH plus mit der Gemeinde Egolzwil, welches bereits gut angelaufen sei. Grundsätzlich stellt Stagneth schon länger stark steigende Zahlen von Menschen fest, die Unterstützung und Begleitung brauchen. «So hat sich der Bedarf an Schulsozialarbeit zum Teil massiv erhöht – eine solche Entwicklung dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen», erklärt die Geschäftsführerin weiter. Auch Cornel Erni, Leiter Zentrale Dienste, ergriff das Wort: «Wir sind immer noch mitten in der Umstellungsphase. Das Budget 2025 und der nächste Aufgaben- und Finanzplan sollen erstmals in neuer Darstellung erscheinen.» Weiter sei man am Ausarbeiten einer IT-Strategie, wozu die Erneuerung und Erweiterung der Klientensoftware KLIBnet gehört.

Als Letztes nutzte Karin Meier noch die Gelegenheit, auf das 15-Jahr-Jubiläumsfest des SoBZ am 5. September aufmerksam zu machen und leitete danach zum Apéro über.

SoBZ soll Ende 2026 neuen Standort im Wiggertal beziehen

Dagmersellen An der Frühlingsversammlung kündigte der Dagmerseller Gemeinderat Gregor Kaufmann eine weitere geplante Niederlassung des SoBZ an. Mit dem bereits im Bau befindlichen Standort in Willisau hinter den SWS Medien AG sei zwar der Raum Willis-au und Hinterland abgedeckt, das Wiggertal aber vernachlässigt. Deswegen sei mit der Gemeinde Dagmersellen Anfang Monat eine Absichtserklärung unterschrieben worden, um die neuen Büroräume in dieser Gemeinde zu -etablieren. Ein geeigneter Standort wurde bereits gefunden und vorreserviert.

 

In einem der fünf neuen Häuser, die aus der Überbauung beim Löwen-Areal entstehen, wird das SoBZ weitere Räumlichkeiten erhalten. Kaufmann: «Es ist ein Glücksfall, dass wir gerade während der Planung der Überbauung auf der Suche nach einem geeigneten Standort  waren.» Dieser sei ideal, da es genügend Parkplätze habe und die Bushaltestelle «Dagmersellen Löwen» direkt vor der Haustür ist. Das weitere Vorgehen, so Kaufmann, bestehe in abschliessenden Verhandlungen mit der Gemeinde und der darauffolgenden Genehmigung des Vertrages an der nächsten Delegiertenversammlung im November. «Läuft alles nach Plan, können wir die neuen Räume Ende 2026 beziehen», freut er sich.

 

Die zentralen Einrichtungen sowie die KESB werden in Willisau bleiben, das Büro in Dagmersellen soll aber trotzdem von Montag bis Freitag geöffnet sein. Die Räume könnten auch von der KESB verwendet werden, so Kaufmann. Bezüglich des Neubaus in Willisau durfte Vize-Verbandspräsident Daniel Bammert ebenfalls gute Neuigkeiten verkünden: «Die Bauarbeiten laufen nach Zeitplan, der Bezug dürfte nach jetzigem Stand im Dezember 2025 erfolgen.» Im Moment sei man zudem noch mit der Ausarbeitung eines Betriebskonzepts beschäftigt. feb

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