Neue Luzerner Kantonsratspräsidentin gibt Gästen eine Stimme

Die neue Luzerner Kantonsratspräsidentin Ylfete Fanaj (SP) hat ihre Amtszeit mit dem Motto "Brot, Salz und Herz" eröffnet. Sie sehe ihre Rolle als Gastgeberin, sagte sie in ihrer Antrittsrede anlässlich der Session. In diesem Sinne wolle sie jeweils einem Gast eine Stimme geben, dessen Anliegen sonst wenig Gehör finde.

Die neue Luzerner Kantonsratspräsidentin Ylfete Fanaj gibt jeweils einem Gast Redezeit an der Session. Foto Keystone

Den Auftakt machte am Dienstag Ursulina Hermann, die trotz einer Geburtsbehinderung eine KV-Lehre machen konnte und sich zu Anliegen von Menschen mit Behinderungen äusserte. Sie lobte etwa das Angebot KitaPlus, forderte aber, Inklusion solle nicht in privat geführten Kitas aufhören. Ihre Rede wurde von einer Dolmetscherin der Gebärdensprache übersetzt.

Kantonsratspräsidentin Fanaj sagte in Bezug auf die in ihrem Amtszeit-Motto genannten gastfreundschaftlichen Werte, das Salz sorge für gute Gespräche. Das Herz lache, wenn man ein volles Haus habe.

Beim Brotbacken schliesslich sei es wie bei politischen Geschäften: Man müsse den Teig gut kneten. Es brauche die richtigen Zutaten und Mengen. Kommen die Brötchen nicht so heraus, wie man es sich vorstelle, müsse man einen neuen Anlauf nehmen.

Die 38-jährige SP-Politikerin mit kosovarischen Wurzeln wohnt seit 1991 in der Schweiz und sitzt seit 2011 im Kantonsparlament. Von 2015 bis 2019 leitete sie die SP-Fraktion im Kantonsrat. Im Juni wurde sie für die Amtszeit 2020/2021 zur "höchsten Luzernerin" gewählt. (sda)

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