Elegante Kleider, strahlende Gesichter und tosender Applaus

Sie haben es geschafft: 81 Absolventinnen und Absolventen der Kantonsschule und Wirtschaftsmittelschule durften an der diesjährigen Maturafeier ihre Zeugnisse entgegennehmen. Die Freude in der vollbesetzten Festhalle war spürbar.

Eine Rose und das Zeugnis: der Lohn für die bestandenen Prüfungen. Bild Foto Schaller Willisau

«Per aspera ad astra» – «Über raue Pfade zu den Sternen»: Mit diesem lateinischen Sprichwort begrüsste Rektor Victor Kaufmann die Absolventinnen und Absolventen der Kantonsschule Willisau sowie der Wirtschaftsmittelschule zur Maturafeier. «Sie alle haben sich einen Stern verdient», sagte Kaufmann. «Den ersten Stern auf Ihrem persönlichen Walk of Fame.»

 

67 Maturanden, 14 Berufsmaturanden

Diesen Stern in Form des Maturazeugnisses durften 67 Maturandinnen und Maturanden entgegennehmen. Die vierzehn jungen Frauen und Männer der Wirtschaftsmittelschule durften sich über die bestandene Berufsmatura freuen. Victor Kaufmann gratulierte den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. «Freuen Sie sich über das Erreichte, aber auch auf die neuen Ziele», betonte der Rektor. Ob eine Auszeit anstehe oder direkt eine neue schulische Herausforderung angepackt werde, Kaufmann hatte für beide Wege eine Weisheit parat: «Lassen Sie sich von Ihrer Neugierde und von Ihren Interessen leiten.» Sollte der Weg erneut rau und mühsam werden, sollen sich die Maturi und Maturae nicht entmutigen lassen. «Beissen Sie durch. Vertrauen Sie auf Ihr Wissen, Ihre Fähigkeiten und holen Sie sich den nächsten Stern», sagte der Rektor.

 

Der «Sonderfall Schweiz»

Auch der Festredner Reto Wyss gratulierte den Maturandinnen und Maturanden zu ihrem Erfolg. «Wir können alle stolz sein auf die Leistungen, den Einsatz und den Erfolg dieser jungen Menschen», sagte der Regierungsrat, der seine letzte Woche im Amt des Bildungs- und Kulturdirektors bestreitet. In seiner Rede betonte Wyss den «Sonderfall Schweiz» in Bezug auf das Bildungssystem. Während es in den Nachbarländern Deutschland und Frankreich zum guten Ton gehöre, das Abitur oder das Baccalauréat abzuschliessen, sei die Schweizer Maturitätsrate mit rund 20 Prozent auf einem vergleichsweisen tiefen Niveau. Grund: Das Schweizer Bildungssystem biete genügend gute Alternativen zur Matura. «Es ist nicht nötig, dass jede und jeder die Matura macht». 

Die besten Prüflinge der Wirtschaftsmittelschule: Simona Emmenegger, Schüpfheim; und Samuel Erni, Ruswil.

«Wir alle setzen auf Sie»

Der Bildungsweg Matura eröffne den Willisauer Absolventinnen und Absolventen neue Perspektiven. «Ihnen steht die ganze Welt offen», sagte Reto Wyss. «Sie sind privilegiert, indem Sie freie Studienwahl haben.» Doch mit den Chancen dieses Ausbildungsweges gingen Verpflichtungen einher. «Wir alle setzen auf Sie», betonte Wyss. «Darauf, dass Sie aus Ihrer Ausbildung etwas machen.» Neben einem Universitätsabschluss bedeutet das für Wyss besonders eines: gesellschaftliche Reife. Dieses oft vergessene Ziel der gymnasialen Ausbildung hob er in seiner Rede hervor. Ob im Sopranregister eines Chors oder als Mitglied einer Partei: zivilgesellschaftliches Engagement sei wichtig. «Das Mindeste ist die Teilnahme am politischen Prozess».

Die Zukunft aktiv in die Hand nehmen, studieren, sich einbringen und im zivilgesellschaftlichen Engagement Exzellenz zeigen: Diese vier Punkte gab Reto Wyss den Maturi und Maturae für die Zukunft auf den Weg. Doch zunächst sei etwas anderes wichtig: «Machen Sie frei! Geniessen Sie das Leben!» 

Die besten Maturanden (v.l.): Julie Wüest (3.); Ramon Marti (2); Lea Röthlin (2), Eva Bossart (1). Bild Foto Schaller Willisau

Grossen Applaus und Beifallsrufe
Im Anschluss an die Worte von Reto Wyss und Victor Kaufmann durften die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse entgegennehmen. In Reih und Glied standen sie in ihren eleganten Kleidern, schicken Anzügen und aufwendigen Frisuren auf der Bühne. Die Freude und der Stolz waren den strahlenden Gesichtern anzusehen, als sie unter tosendem Applaus und Beifallsrufen auf ihre Plätze zurückschritten. 

Neben den regulären Abschlüssen haben zehn Maturandinnen und Maturanden die bilinguale Matura abgeschlossen. Davon haben alle zehn das Cambridge-Advanced-Englischdiplom erfolgreich bestanden. Sechs Maturi und Maturae haben zudem das kleine Latinum in der Tasche. Bei der Wirtschaftsmittelschule haben neun von vierzehn Absolventinnen und Absolventen das Französischdiplom auf Niveau B2, acht das Englischdiplom auf der First-Stufe und zwei dasselbe Diplom auf der Advanced-Stufe abgeschlossen.

 

Herausragende Leistungen gewürdigt

Besondere Ehrung gebührte auch den Bestnoten, den herausragendsten Maturaarbeiten des Gymnasiums sowie den besten interdisziplinären Projektarbeiten der Wirtschaftsmittelschule (siehe Kasten), die alle mit einem Sonderpreis gewürdigt wurden. Den Abschluss der musikalisch stilvoll umrahmten Feier bildete die Kantiband mit dem Lied «I Wish» von Stevie Wonder. Rektor Viktor Kaufmann schloss sich dem Lied mit den Worten «I wish all the best for you» an. 

Beim anschliessenden Apéro vor der Festhalle wurde angestossen, es wurden Fotos geschossen und auch die Verwandten konnten den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen auf die Schulter klopfen.

Daniela Waser

Sie schlossen die Prüfungen erfolgreich ab

 

Kantonsschule

Maturandinnen und Maturanden: Arnet Myriam, Gettnau; Baumeler Sven, Grosswangen; Birrer Alina, Menznau; Borer Lena, Ettiswil; Bossart Eva, Schötz; *Brunschwiler Nina, Altbüron; Bucher Levi, Buttisholz; Burri Jana, Schötz; Dubach Caroline, Hofstatt; Egli Jan, Schötz; *Egli Laura, Wolhusen; Erni Tanja, St. Urban; Gisi Simone, Nottwil; *Graf Elena, Ufhusen; Grüter Fabienne, Hergiswil; Grüter Lea, St. Urban; Habermacher Raphael, Altishofen; Heinzer Alexander, Ruswil; Herzog Jil, Ruswil; Hodel Carmen, Schötz; Höltschi Cedric, Wolhusen; Huber Leandra, Buttisholz; Krolzig Siri, Ettiswil; *Kunz Nick, Ruswil; Kunz Shalina, Ruswil; Künzli Anina, Buttisholz; Lampart Mathias, Fischbach; Leupi Marco, Grosswangen; Lindegger Jana, Ettiswil; Loosli Martina, Menzberg; *Marti Ramon, Willisau; Meyer Svenja, Menznau; Mlinaric Sara, Willisau; Mugglin Gina, Willisau; Müller Jarina, Willisau; Müller Jelena, Altishofen; Planzer Severin, Wolhusen; Rea Aurelia, Sursee; Reichmuth Pirmin, Ruswil; Renggli Andrin, Willisau; Rizzo Dounya, Wolhusen; Rizzo Ismaël, Wolhusen; Roos Gabriel, Werthenstein; *Röthlin Lea, Grossdietwil; Schaller Remo, Willisau; Scherrer Michelle, Willisau; *Schönholzer Matthias, Wolhusen; Setz Dustin, Schötz; Setz Jeremi, Schötz; Sivaramalingam Venusza, Schötz; *Stalder Linus, Entlebuch; Stiz Lara, Ruswil; Stocker Dario, Grosswangen; Stöckli Lena, Fischbach; Streit Marvin, Wolhusen; Stutz Martina, Ufhusen; *Tuna Denise, Willisau; Unternährer Linda, Menznau; Vogel Aurel, Entlebuch; Voney Simona, Fischbach; Waser Andrea, Ruswil; *Weber Victoria, Wolhusen; Wermelinger Lynn, Grosswangen; Wicki Michaela, Grossdietwil; Wiprächtiger Joel, Wolhusen; Wüest Julie, Willisau; Wyss Ronja, Zell. *bilinguale Matura

Bestleistungen: 1. Eva Bossart, Schötz (Ø5.68); 2. Ramon Marti, Willisau (Ø5.54); 2. Lea Röthlin, Grossdietwil (Ø5.54); 3. Julie Wüest, Willisau (Ø5.50). Preisspenderin: Stadt Willisau.

Ausgezeichnete Maturaarbeiten: Jarina Müller,Willisau (Einführung in die Schauspielkunst nach Konstantin Sergejewitsch Stanislawski – Ein Workshop für Laien), Preisspenderin: Papeterie und Buchhandlung Imhof, Willisau. Lea Röthlin, Grossdietwil ( The Imagine Dragons for Percussion – Arrangement eines Stückes für ein Perkussionsensemble). Preisspender: Willisauer Bote. Jana Burri, Schötz ( Le Modulor – modulares Wohnkonzept für Senioren). Preisspender: Kunz Treuhand, Willisau. 

Preis des Zonta Club Luzern Landschaft: Simone Gisi, Nottwil ( Die Rolle der Frau in der Kirche – Wie hat sich die Stellung der Frau in der katholischen Kirche zwischen 1950 und heute verändert?)

 

Wirtschaftsmittelschule

Schulischer Abschluss für die Berufsmatura und/oder EFZ Kaufmann/Kauffrau: Arig Ngawang Choekyi, Ettiswil; Bashotaj Samuela, Gettnau; Bürge Fabio, Nebikon; Emmenegger Simona, Schüpfheim; Erni Samuel, Ruswil; Kraiem Michèle, Schlierbach; Meier Kevin, Alberswil; Meyer Noah, Sursee; Meyer Ramon, Sursee; Müller Noah, Ruswil; Portmann Vivienne, Ruswil; Saliqunaj Roland, Wauwil; Zust Joel, Oberkirch; Zust Pascal, -Oberkirch.

Bestleistungen: 1. Simona Emmenegger, Schüpfheim (Ø5.3); 1. Samuel Erni, Ruswil (Ø5.3). Preisspenderin: Raiffeisenbank Luzerner Hinterland.

Beste IDPA (Interdisziplinäre Projektarbeit): Simona Emmenegger, Schüpfheim; Michèle Kraiem, Schlierbach; Vivienne Portmann, Ruswil (Organisation Geschäftsreise Manfred Aregger AG, Ingenieurbüro). Preisspender: Rotary Club Willisau.

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