Das aktuelle WB-Gspröch

Schwarze Zahlen präsentiert

An der Gemeindeversammlung in Fischbach konnten die Anwesenden von einem positiven Rechnungsergebnis Kenntnis nehmen. Zudem bewilligten sie einen Sonderkredit in der Höhe von 140 000 Franken für die Sanierung von Güterstrassen.
 

V.l.: Josef Vogel, Monika Lustenberger, der scheidende Gemeindeammann Stefan Häfliger und Eliane Graber. Foto Hilda Rösch
Chantal  Bossard

31 Bürgerinnen und Bürger von Fischbach nahmen am letzten Dienstag an der Gemeindeversammlung teil, indes Josef Vogel als Gemeindepräsident durch den Abend führte. In dieser Funktion informierte er dahingehend, dass die Gliederung der Rechnung im Zuge der Einführung der neuen Rechnungslegung (HRM2) in fünf Aufgabenbereiche mit entsprechendem Leistungsauftrag eingeteilt ist. Diese Bereiche würden die Entwicklung der Finanzen in der Erfolgs- und der Investitionsrechnung aufzeigen. Dem Jahresbericht, bestehend aus den Berichten zu den jeweiligen Aufgabenbereichen, konnte entnommen werden, dass in sämtlichen Aufgabenbereichen die Globalbudgets unterschritten werden konnten. So fielen beispielsweise im Bereich Gesundheit und Soziales die Aufwendungen um 45 000 Franken tiefer aus als budgetiert waren. Als Grund dafür nannte Sozialvorsteherin Eliane Graber zurückgegangene Heimaufenthalte. Im Bereich Sicherheit und Infrastruktur waren gemäss Gemeindeammann Stefan Häfliger dank schneearmem Winter ebenfalls Minderausgaben zu verzeichnen. Somit schloss die Rechnung statt mit einem budgetierten Verlust von 44 000 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 275 000 Franken ab. Zu diesem guten Ergebnis trugen auch beträchtliche Mehreinnahmen bei den Steuern bei. Die durchwegs schwarzen Zahlen führten dazu, dass die Jahresrechnung 2019, der Jahresbericht sowie der Prüfungsbericht der Rechnungskommission durch die Anwesenden ohne Wortmeldungen genehmigt wurden.

Investitionen konnten nicht realisiert werden
Weiter hielt Gemeindeammann Stefan Häfliger fest, dass verschiedene Investitionen infolge zeitlicher Verzögerungen nicht wie geplant realisiert werden konnten. Die Investitionsrechnung, die mit 332 000 Franken Ausgaben rechnete, schliesst daher mit Bruttoinvestitionen von rund 150 000 Franken ab. Zu den Finanzkennzahlen sagte Stefan Häfliger, dass sich diese allesamt in den geforderten Bandbreiten befinden würden. Dabei wies er besonders auf die Finanzkennzahl hin, die die Nettoschuld pro Einwohner aufzeigt. Diese Schuld beträgt gerade mal 704 Franken.

Sonderkredit bewilligt
Die Schlempenstrasse sowie die Hofzufahrten Leimbütz-Moos und Schwangenweid müssen saniert werden. Die Gesamtkosten für diese Sanierungen belaufen sich auf 615 000 Franken, wovon 536 000 Franken beitragsberechtigt sind. Von diesen Kosten übernimmt der Kanton 50 Prozent und die Gemeinde 25 Prozent. Dies ergibt für die Gemeinde einen Beitrag an die Unterhaltsgenossenschaft Fischbach von knapp 140 000 Franken. Dem Antrag des Gemeinderates, den Sonderkredit in der Höhe dieses Betrages zu bewilligen, wurde einstimmig entsprochen. Zuvor informierte Meinrad Brunner, Präsident der UHG Fischbach, über die vorgesehenen Sanierungsarbeiten, wobei er festhielt, dass bei den sanierungsbedürftigen Strassen teilweise das Bankett fehle, Aufkiesungen vorgenommen und Asphaltschichten aufgetragen werden müssten. Zudem betonte er, dass es wichtig sei, die Güterstrassen zu erhalten und zu unterhalten.

Stefan Häfliger verabschiedet
Anlässlich dieser Gemeindeversammlung wurde Monika Lustenberger geehrt, die seit 25 Jahren als versierte Gemeindeschreiberin und Notarin in Fischbach tätig ist. Josef Vogel verdankte ihr mit würdigenden Worten die enorme und gewissenhafte Arbeit, die sie über die vergangenen Jahre hinweg für die Gemeinde Fischbach geleistet hat. Nach acht Jahren hat Stefan Häfliger als Gemeindeammann seine Demission eingereicht. Seine Verabschiedung nahm Gemeindepräsident Josef Vogel vor, wobei er sagte: «Stefan Häfliger hat als junger Mann dieses Amt übernommen und dieses auf hervorragende Weise ausgeführt. Familiäre Veränderungen und die wachsende Arbeit auf seinem Hof haben ihn nun dazu bewogen, sein Amt niederzulegen. Er wird aber weiterhin dem Gemeindewesen erhalten bleiben, da er noch in verschiedenen Gremien mitarbeitet. Für diese weitere Mitarbeit und für seine effiziente Arbeit als Gemeindeammann sind wir ihm zu Dank verpflichtet.» Monika Lustenberger wie auch Stefan Häfliger wurden für ihre Einsatzbereitschaft, die sie zu- gunsten der Gemeinde an den Tag gelegt haben, mit einem rauschenden Applaus belohnt.
Die Gemeindeversammlung fand unter Einhaltung der vorgegebenen Corona-Vorschriften statt. Trotzdem herrschte in der Turnhalle von Fischbach wohl dank dem lauen Sommerabend und dem Blick in die freie, sattgrüne Natur eine lockere Stimmung. Und dieser Ausblick widerspiegelte perfekt den Slogan der Gemeinde, der lautet: «Fischbach, Leben im Grünen».

Hilda Rösch

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