Laut Mitteilung hat sich die unabhängige Jury aus den drei deutschsprachigen Ländern entschieden, folgende Prosa-Erstveröffentlichungen auf die so genannte "Shortlist" des Rauriser Literaturpreises zu nehmen und für die Endauswahl zu diskutieren:
Maja Haderlap: Engel des Vergessens; Verlag: Wallstein, Göttingen.
Peggy Mädler: Legende vom Glück des Menschen; Verlag: Galiani, Berlin.
Martin Mandler: 23 Tage; Verlag: Luftschacht, Wien.
Ursula Timea Rossel: Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz; Verlag: bilgerverlag, Zürich.
Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts; Verlag: Rowohlt, Reinbek.
Christoph Schwyzer: Wenzel; Verlag: Martin Wallimann, Alpnach.
Jens Steiner: Hasenleben; Verlag: Dörlemann, Zürich.
Nobelpreisträgerin Hertha Müller gewann diesen Preis
Seit 1972 vergibt das Land Salzburg den Rauriser Literaturpreis für die beste Prosa-Erstveröffentlichung in deutscher Sprache. Im Jahr 2012 ist der Preis mit 8000 Euro dotiert und wird zur Eröffnung der Rauriser Literaturtage überreicht werden.
"Dieser Preis war und ist für viele Autorinnen und Autoren ein erstes und besonderes wichtiges Sprungbrett in die literarische Öffentlichkeit", sagte Salzburgs Kulturreferent David Brenner bei der Bekanntgabe der Nominierten. "Zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger haben anschliessend eine grosse Karriere gemacht, unter anderem auch die Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller. Sie wurde 1985 in Rauris ausgezeichnet. Wir dürfen gespannt sein, für wen sich die Jury diesmal letztendlich entscheidet. Jenen sieben Autorinnen und Autoren, die es diesmal in die Endauswahl geschafft haben, darf man jedoch sicher schon jetzt gratulieren", so Brenner abschliessend.
Schwyzer liest in Willisau
Im neuen Buch von Christoph Schwyzer (37) geht es um einen Mann, Wenzel, der "ohne Plan, aber mit fester Anstellung" durchs Leben geht. Sein Job als Redaktor im Grossraumbüro ist ihm zwar lästig und manchmal träumt er davon, Schriftsteller zu werden, aber Wenzel kann sich – trotz innerer Kündigung – nicht dazu durchringen, die Stelle aufzugeben. Als der Arbeitgeber ihn schliesslich fristlos entlässt, wird Wenzel hinauskatapultiert in eine neue Freiheit und macht sich auf die Suche nach seiner wahren Bestimmung.
Christoph Schwyzer lebt mit seiner Familie in Luzern. Er arbeitete an der Volksschule, im Altersheim und bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Veröffentlichungen: "und heim" (2009), "Augen Blicke und andere Gedichte" (2010, Hg.), "Valendas – Die Welt im Dorf" (2011, zusammen mit dem Fotografen Paul Joos).
Am kommenden Mittwoch, 7. Dezember, ist der gebürtige Willisauer in der Stadtmühle Willisau zu Gast. Um 20 Uhr liest er aus seinem neuen und nun nominierten Roman "Wenzel".












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