Grossdietwil: Fusionsprojekt PRAG findet wenig Unterstützung

44 Prozent der Grossdietwiler Stimmberechtigten beteiligten sich an einer Meinungsumfrage. Es können sich nur wenige mit dem Fusionsprojekt Pfaffnau / Roggliswil / Altbüron / Grossdietwil anfreunden.

Soll Grossdietwil den Alleingang wagen? Ist eine verstärkte Zusammenarbeit oder Fusion nötig? Wenn ja, mit welchen Partnern? Mit Altbüron? Mit Altbüron und Fischbach? Oder mit Pfaffnau, Roggliswil, Altbüron und Grossdietwil (PRAG)?

Die Leitungen der Ortsparteien CVP, FDP und SVP haben bei der Befragung alle Stimmberechtigten angeschrieben, total 614 Briefe versandt. 44,13 Prozent beteiligten sich an der Umfrage. Eine Fusion oder Zusammenarbeit PRAG favorisieren 17,34 Prozent, eine Fusion oder Zusammenarbeit Grossdietwil-Altbüron-Fischbach findet bei 64,22 Prozent Unterstützung. Für 8,86 Prozent hat die Fusion oder Zusammenarbeit mit Altbüron Priorität, nur 4,79 Prozent streben den Alleingang an.

Kooperationsprojekt Willisau neu ins Spiel gebracht

Die Parteileitungen haben den Gemeinderat schriftlich gebeten, das Resultat der Umfrage in die Entscheidungsfindung einfliessen zu lassen. Und weiter halten sie schwarz auf weiss fest: «Der Anschluss an das Kooperationsprojekt Willisau ist ebenfalls zu prüfen und hat für uns erste Priorität.» Gemäss Auskunft des Projektleiters bestehe immer noch die Möglichkeit, «auf den Zug aufzuspringen». Die Parteileitungen haben sich mit der regionalen Ausrichtung von Grossdietwil auseinandergesetzt. Sie sind überzeugt, dass die Vorteile einer Verbindung Richtung Zell-Willisau überwiegen, heisst es im Schreiben an den Gemeinderat und in Klammern werden folgende Stichworte aufgeführt: Schule Zell, Kantonsschule Willisau, Spitex, Altersheime Waldruh und Violino, Bezirksgericht Willisau, Anschluss an öV, Kirchgemeinde, Vereine.

Weiter nehmen die Initianten der Umfrage zu Leserbriefen Stellung. Leserbriefschreiber hatten moniert, für die Entscheidungsfindung lägen zurzeit kaum Fakten vor. Das Bauchgefühl präge das Resultat der Umfrage. Die Parteileitungen erwidern: «Die Bürgerinnen und Bürger sind bei einem Bauchgefühlsentscheid eher bereit, die daraus resultierenden Konsequenzen zu tragen.»

Verlässt Grossdietwil den Verhandlungstisch? Und was sagen die Nachbarn zu den Umfrageergebnissen und Forderungen? Mehr im WB vom Dienstag.

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